5 Punkte aus einem einem Jahr Exist Stipendium

5 Punkte aus einem einem Jahr Exist Stipendium

In den letzten 12 Monaten wurden wir oft nach dem Exist Gründerstipendium gefragt:

a) Wie man dieses bekommt und auf was man achten muss

b) Was es einem bringt

c) Wie hoch der administrative Aufwand ist

Letzte Woche ist das Exist Stipendium ausgelaufen und wir möchten die Chance nutzen unsere Erfahrungen weiter zu geben und uns ganz explizit bei ein paar Leuten zu bedanken die uns im Zuge des Stipendiums geholfen haben.

1)   Zeitplan: Wenn noch keine weiteren Pläne geschrieben, LOIs, Kooperationen und sonstige Vorarbeiten erbracht wurden, dauert die Phase bis zum Abschicken mindestens drei Monate. Denn neben den 20 Seiten, müssen vor allem erste klare Indizien erkennbar sein, dass es das Team ernst meint, der Aufgabe gewachsen ist und starke Partner vorhanden sind. Nachdem der Antrag abgeschickt wurde kam bei uns nach gut zwei Monaten der Bescheid, so dass das Stipendium im Folgemonat dann starten konnte.

2)   Antragstellung: Exist ist etwas zweideutig, denn zum einen sollte man bei der Abgabe maximal viele Infos zusammen haben um zu zeigen das die Unternehmung erfolgreich sein wird, andererseits noch nicht weit genug sein um ein weiteres Jahr an deinem Projekt bzw. Business Plan arbeiten zu können.

Daher sind zwei Dinge wichtig:

  1. Klarer Markt, und Techfokussiert:Exist ist für das “Gründen aus der Wissenschaft”, sprich vor allem auch für technisch innovative Produkte gedacht. Wenn man das Ganze also mit Diplom oder Masterarbeit verbinden kann, macht das Sinn. Im Tech-Teil auf keinen Fall was erfinden, aber das Ganze sollte schon sehr anspruchsvoll sein und es ist nicht schlimm wenn der Otto-Normal Leser das nicht auf den ersten Blick versteht. Der Projektträger hat für sämtliche Gebiete Spezialisten, daher wie gesagt nichts erfinden, aber eine WordPress Landing Page wird nicht gefördert. Ganz anders der Markt bzw. die Marktentwicklung. Die muss ganz klar sein und es muss jeder verstehen können, dass hier eine Riesenchance liegt und der Staat daher unbedingt über 100K in dieses Projekt investieren muss.
  2. Zeigen, dass man es ernst meint:Viele LOIs, am besten einige namhafte und einige bekannte zum Produkt passende Mentoren, Partnerschaften und Kunden. Damit wird man als „No-Name“ eben wesentlich vertrauenswürdiger, weil anscheinend noch einige andere sehr vertrauenswürdige Institutionen/Personen dran glauben. Aber das kostet Zeit.

3)   Förderzeitraum: Sobald man den Bescheid erhalten hat, werden wie in unserem Falle 2000€ monatlich auf das Konto überwiesen. Das Sach- bzw. Coachingbudget wird von der Uni verwaltet. Dies bringt natürlich sämtliche bürokratischen Hürden mit, die eine Uni eben mit sich bringt. Das heißt aus dem Coaching bzw. Sachkostenbudget letztendlich auch das Geld rauszubekommen ist theoretisch leicht, man muss aber stark darauf achten, dass auch immer alle Formalitäten erfüllt sind. Es ist schade, dass dadurch nicht immer die sinnvollsten Entscheidungen, sondern manchmal die machbarsten Entscheidungen gefällt werden und ist meiner Meinung nach nicht ganz im Sinne des Stipendiums.

4)   Nachförderzeitraum: An der RWTH Aachen werden wir auch aktiv nach der Gründung weiter betreut. Man ist durch Exist außerdem automatisch für das INVEST Programm berechtigt. Dies bedeutet, sollte sich ein Investor für unser Unternehmen interessieren, steuert der Staat weitere 20% zur Investition des Investors bei. Sollte also ein Investor 100K investieren, können daraus durch INVEST 120K werden.

5)   Zeit für ein Danke: Nun eine mit Sicherheit nicht vollständige Liste von Personen, bei denen wir uns für die Unterstützung bedanken wollen:

  1. Professor Brettel und seinem Lehrstuhl, insbesondere Edgar Scheunert, Vitaly Skirnevskiy, Nuri Morava und Gesine Rottmann, für die tolle Betreuung vor, während und jetzt nach dem Stipendium.
  2. Dem Projektträger in Jülich für die freundliche Betreuung und das Beantworten unserer vielen Fragen
  3. Professor Petri Mähönen und dem Insitute for networked systems der RWTH Aachen für die fortwährende Unterstützung.
  4. Professor Hienerth und dem Lehrstuhl für Unternehmertum und Existenzgründung der WHU, insbesondere Frederik Riar für die fortlaufende Kooperation
  5. 100% Steil, insbesondere Philip Haverkamp für die Partnerschaft
  6. Der SPH Music Group, insbesondere Robin Müller
  7. Dem Campus Radio Köln, insbesondere Julia Brinkmann für die Partnerschaft
  8. Der Studitemps GmbH, insbesondere Andreas Wels
  9. Ganz ganz vielen Menschen die uns bei der Antragstellung entweder durch eigene Erfahrungen, Korrekturlesen, Kontakten und vielem mehr weiter geholfen haben.

Das Jahr ist vorbei, wir sind noch dabei und wollen es noch lange bleiben.

Danke!

 

 

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